Die Gefahr dürfte eigentlich jedem bekannt sein, doch immer wieder betreten und befahren Menschen – ob absichtlich oder unabsichtlich – die bislang noch gesperrten Abschnitte der Kyritz-Ruppiner Heide. Darüber haben Rainer Entrup vom Bundesforstbetrieb Nordwestbrandenburg und Mathias Wittmoser, Leiter des Amtes für öffentliche Sicherheit und Verkehr des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, bei einem Pressegespräch informiert. 

“Die noch nicht von Munition und den besonders gefährlichen Streuwaffen beräumten Flächen bergen nach wie vor ein lebensgefährliches Risiko”, so Entrup und verweist vor allem auf die immer wieder zu beobachtenden Cross- und Quadfahrer, die illegal in der Heide unterwegs sind. Entrup: “Sie gefährden damit nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch im Falle eines Unglücks das ihrer möglichen Retter, was besonders ärgerlich ist. Denn auch Rettungsdienste müssen dann auf noch nicht beräumtes Gebiet vorrücken”. Zugleich kündigt Mathias Wittmoser mit der Polizei abgestimmte verstärkte Kontrollen in der Kyritz-Ruppiner Heide an. Außerdem sollen die Schilder, die auf das Betretungsverbot für bestimmte Flächen des früheren militärischen Übungsgeländes hinweisen, erneuert werden. “Für Erholungssuchende gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die einzigartige Heidelandschaft schon jetzt mit ihren Schönheiten sicher zu genießen, etwa bei Pfalzheim mit dem markanten Aussichtsturm inmitten der Natur. Die gesperrten Gebiete bleiben aber aus gutem Grund tabu”, betont Rainer Entrup, der im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) für das Arreal zuständig ist. 

Bisher ist eine Fläche von 323 Hektar von Streuwaffen beräumt worden, was etwa einem Drittel der 1.100 Hektar großen Verdachtsfläche in der Kyritz-Ruppiner-Heide entspricht. Insgesamt wurden bei der Suche, bei der Sonden und Bagger zum Einsatz kommen, 4.625 Streuwaffen gefunden. Möglicherweise bis zum Jahr 2025 könnte – so eine vorsichtige Schätzung – die gesamte Verdachtsfläche von gefährlicher Munition befreit sein.

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