Bilanz der gestrigen Unwetterlage im Landkreis Ostprignitz Ruppin:

Schwere Gewitter, Hagel und heftiger Starkregen im Landkreis Ostprignitz Ruppin kündigten sich an. Die Gefahr kommt aus dem Südosten Polens! Regenschauer und Gewitter sind am Samstagnachmittag über OPR gezogen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte. Die Feuerwehren mussten am Nachmittag zu einigen Einsätzen ausrücken. Das Unwetter hat vor allem in Wittstock für eine Menge Einsätze gesorgt. In Neuruppin und Lindow hingegen blieb es vergleichsweise recht ruhig. Kaum war das Unwetter da, wurden die Feuerwehrleute aus Wittstock gerufen, weil an der Röbeler Straße ein Baum auf ein Auto gestürzt war. Beim Eintreffen der Feuerwehr und den Polizeibeamten stellte sich heraus, dass sich in dem demolierten Wagen noch die 60-jährige Fahrerin befand. Sie kam mit dem Schrecken davon und wurde zum Glück nicht verletzt. An ihrem Fahrzeug entstand Totalschaden. Kurze Zeit später wurden sie erneut alarmiert und fuhren in die Waldringsiedlung. Dort fiel ein Baum auf drei geparkte Autos und wurden dabei stark beschädigt. Als der Baum beseitigt war, wurden sie sofort weiter auf die A19 alarmiert. Aufgrund plötzlichen Starkregens war die Richtungsfahrbahn Berlin auf Höhe der Anschlussstelle überflutet (Wassertiefe teilweise ca. 40 cm), hierdurch kam es zu leichten Stauerscheinungen wegen langsam fahrender Fahrzeuge. Ein 37-jähriger Fahrer eines Pkw Ford, welcher zuvor die A 19 aus Richtung Landesgrenze Mecklenburg kommend in Richtung der AD Dosse befahren hatte, bemerkte bei der Annäherung die Situation und bremste sein Fahrzeug ab.Ein nachfolgender Pkw VW Golf, welcher von einem 29-jährigen Fahrer gelenkt wurde, fuhr infolge nicht angepasster Geschwindigkeit auf den vorausfahrenden Pkw Ford auf. In der weiteren Folge überschlug sich der Golf und kam auf der rechten Fahrzeugseite auf der Fahrbahn zum Liegen. Der Ford wurde durch den Aufprall in die rechte Seitenschutzplanke geschoben. Infolge des Unfalls wurden insgesamt drei Personen leicht verletzt. Die in der 37. Woche schwangere 29-Beifahrerin aus dem Pkw Ford sowie beide Mitfahrerinnen aus dem Pkw VW wurden vorsorglich zur Beobachtung stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. An den beiden nicht mehr fahrfähigen Pkws, entstand Sachschaden in Höhe von ca. 30.000, -€. Für die Dauer des Rettungseinsatzes einschließlich der nachfolgenden Fahrzeugbergung, wurde die Richtungsfahrbahn Berlin der A 19 ca. eine Stunde gesperrt. Kaum war dieser Einsatz abgearbeitet, folgte ein Weiterer, der aber nichts mit dem Unwetter Zutun hatte. Die Feuerwehren aus Zempow, Sewekow, Berlinchen, Dranse und Wittstock wurden mit insgesamt rund 35 Einsatzkräften zu einem gemeldeten Saunabrand in einem Nebengebäude eines Ferienhauses in Zempow alarmiert. Als die Feuerwehr eintraf, bestätigte sich die Lage und ein Trupp unter Atemschutz löschte das Feuer und somit konnte Schlimmeres verhindert werden.

Bei den weiteren Einsätzen der Wittstocker Feuerwehr, die bis in den späten Abend dauerten, ging es vor allem darum, umgestürzte Bäume zu beseitigen, die auf Telefonleitungen und über Straßen gestürzt waren, wie Stadtbrandmeister Müller berichtete.

Mehrere Bäume stürzten am Samstag aufgrund des Unwetters auch bei Rheinsberg auf die Straßen

Die Stadt Rheinsberg musste mehrmals mit ihren Feuerwehreinheiten ausrücken, um umgestürzte Bäume und abgebrochenen Äste, die teilweise die Fahrbahn einzelner Straßen blockiert hatten zu beräumen. Es mussten mehrere Bäume auf der Landesstraße 15 bei Linow beseitigt werden, sodass hier die Feuerwehr zum Einsatz kommen musste. Zur Beräumung der Fahrbahn musste diese zeitweise gesperrt werden. Eine unbekannte weibliche Fahrerin eines PKW Audi echauffierte sich derart über die Straßensperrung, dass sie ihren Unmut vor Ort freien Lauf ließ. Ihr Ärgernis bekräftigte sie, indem sie ohne Beachtung der Zeichen der Feuerwehrleute, einfach durch die Absperrung fuhr. Zwei 30 und 49 Jahre alte Kameraden der Feuerwehr musste dabei zur Seite springen. Verletzt wurde niemand. Zum Nutzer des Fahrzeugs wird über das bekannte Kennzeichen ermittelt. In einem Einfamilienhaus in Luhme kam es zu einem Blitzeinschlag im Dachstuhl, wobei ein Feuer entstand. Durch das schnelle Eingreifen eines Trupps unter Atemschutz konnte dieses schnell gelöscht werden. Im Einsatz waren die Feuerwehren Luhme, Zerlang und Zechlinerhütte. Es kam zu kurzfristigen Stromausfällen in einigen Ortsteilen. Zu einem Blitzeinschlag kam es in einem Mobilfunkmast. Aus diesem Grund ist das Mobilfunknetz von Vodafone bis jetzt immer noch gestört. Durch den Starkregen ist es zu starken Fahrbahnverschmutzungen durch die anliegenden Ackerflächen gekommen. Die Beseitigung wird allerdings etwas Zeit in Anspruch nehmen. Insgesamt hat die Stadt Rheinsberg die Sache gut überstanden.

Ein Dank an alle, die gestern im Einsatz waren.

Auch ein Dankeschön an die vielen Zusendungen der Bilder und Videos. Das Video folgt demnächst.

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